Aus dem australischen Melbourne erreicht uns mit dem neuen Opus Cool Story Bro. von T. Ledger ein Werk das einfach nur nach Do It Yourself klingt und so als ganzheitliches Kunstobjekt zu Verstehen ist. Kunstobjekt in sofern, dass der Künstler T. Ledger hier offensichtlich seine Gedanken gemacht hat und verschiedene Einflüsse in seine DNA einwebt. Experimentell und unangepasst, verweigert sich Cool Story Bro von T. Ledger komplett irgendwelchen Konventionen und verweigert sich dem Mainstream. Wenn man den Titel ganz ließt, muss man schon Schmunzeln. Übersetzt soviel bedeutend wie ,,Geile Story Bro, meine Freundin schaut dich vielleicht nur so an, weil sie einfach Mitleid mit dir hat“. Doch nun geht es mal ans Eingemachte, an die Musik: Zehn Tracks sind es, welche dieses Musikalische Opus füllt. Und um dieses geht es nun auch.

Was der Name des Intros Poo bedeutet, überlassen wir an dieser Stelle mal eurer Fähigkeit zur Recherche und der Spießer könnte hierbei meinen, dass der Name Programm ist, doch lassen wir uns nun mal genauer auf die Materie ein. Fette und extrem schnelle Drumbeats treiben hierbei das Werk des Künstlers an, der hierbei Spoken Word Aspekte mit Elementen des Drum N Bass und der elektronischen Experimentalmusik kombiniert. Hierbei ist der Künstler sicher nichts für Jedermann, aber für Liebhaber der eigenwilligen Avantgardistischen Kunst definitiv eine Empfehlung wert. Hektische Synthesizer werden mit simplifizierten Melodien kombiniert und geben hierbei einen minimalistischen und DIY Charakter Frei. Hier sollte man auf die Message achten. Direkt zu Beginn wird klargestellt, dass es sich bei Cool Story Bro um ein Kunstprojekt im akustischen Sinne handelt.

R’n’B und Hip Hop Einflüsse gibt es dann mit dem gemäßigten Stück Jelly auf die Ohren. Hierbei wird der gekonnte surreale Habitus weiterhin fortgeführt und surreale Melodiefolgen werden hierbei von R’n’B Lastigen Drumbeats angetrieben und dienen somit die Grundlage für den Gesang, welcher mit Autotune untersetzt wird und eine female Sängerin zum tragen bringt zum besten. Nach einem Break wechselt der Song jedenfalls in ein elektronisches Drumspektakel der electronic music um und bildet somit eine Überraschung, die man so auch nicht jeden Tag zu hören bekommt. Bliss eröffnet dann mit einem 8-Bit Sound und ist der nächste große Streich in dieser musikalischen Wundertüte. T. Ledger zeigt hier erneut seine Diversität und pfeift dabei noch deutlicher auf einen vorherrschenden Mainstream zusammen mit einer  akustischen Gitarre und seiner psychedelischen Gesangseffektierung, wird der Zuhörer auf eine fast schon spirituelle, psychedelische Reise mitgenommen, bei welcher ihr mal auf den Text achten solltet.

Sicher wenn man von Musik redet, spricht man zwangsläufig von Kunst, aber das hier ist wahrlich ein Kunstobjekt, Experimentell und Avant Gardistisch und definitiv keinen Konventionen angepasst, wirkt das musikalische Schaffen von Mister T Ledger wie ein Gemälde, welches allerdings nicht mit den Augen- sondern mit den Ohren erfasst wird. Beim lesen beim Titel des nächsten Stücks Orangutan musste ich tatsächlich lachen und wenn man dann den Titel hört, bei welchem T. Ledger einen Stimmverzerrer einsetzt und im Hintergrund von hochgepeitschten stimmen und groovenden Drums angetrieben wird, kriegt man einfach nur ein abgespacetes Gefühl. Auf Meds wird es dann Orchestral und T. Ledger baut in den Sound des Songs Streicherfanfaren von kinematischer Natur ein, welche den zunächst unscheinbaren, fließenden Einsatz von Druckvollen Bässen und TR-808 Drumbeats im Hip Hop Rhythmus transportiert. Epische Chorgesänge zieren das Arrangement und zeigen in Form eines instrumentalen Hip Hop Beats, dass auch Konventionen durchaus im Reich des T. Ledger vorhanden sind. Klaviereinspieler sorgen für die nötige Abwechslung und machen diesen düster- monumentalen Track zu einem instrumentalen Hip Hop Epos der epischen Sorte.

Mit dem spoken Numble Sound von Perfect Missus eröffnet somit auch die Videoauskopplung, welche mit einem epischen Sounddesign besticht und hierbei klingt wie die Droiden aus Star Wars Episode I. Erneut mit Konventionen brechend, wird hier erneut ein Avant Garde track des Hip Hop dargeboten, welcher kurz darauf dann in das kurze Intermezzo Soo Cool Bro, übergeht. Effektvoll verzerrte Vocals werden von eingängigen Instrumenten und gemäßigten Drumbeats angetrieben. Zwischenzeitlich mit liebevollen R’n’B Gesängen aufgewertet, ist dieser Song dann erneut von einer chaotischen und unangepasster Natur geprägt. Die Gesänge erinnern ein wenig an Michael Jackson. Wenn dies wer anders sieht, Change My Mind. Der Titel klingt in der Tat so, als wäre man von dem Typen der die coole Story erzählt genervt. Head Detective eröffnet dann Acappella mäßig mit nichts anderem als dem Gesang von T. Ledger . langsam bauen sich leichte Klangelemente auf welche die einzelnen Verse verbindet. Bumpers ist dann von einer ähnlichen Natur geprägt und lebt durch die angezogenen qualvollen Stimmen des T. Ledger und mit Bed, somehow I did it, one kick, to a box labinnac (Outro) findet die Platte dann ihren würdigen und endlichen Abschluss.

Fazit: Experimentelle Kost zwischen Hip Hop, Avant Garde, R’n’B und Electro. Anhören und auf euch wirken lassen!

Mehr zu T. Ledger im Netz:

T. Ledger bei Facebook:
https://www.facebook.com/trev.head1

T. Ledger bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/4UWcj3nz4RMiAksD77uQIa

 

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top