Der Bereich der Independentkunst bietet eine stilistische Vielfalt und eine Vielfalt, die sich durch verschiedene fantastische Künstler auszeichnet, deren musikalisches Schaffen einfach puristisch, authentisch und durch eine kompromisslose Soundqualität auszeichnet. Hierbei legen die Interpreten noch wert auf ein möglichst Detailgetraues Kunstprojekt, bei welchem es nicht immer die beste Klangqualität oder die Bombastproduktion sein muss. Um ehrlich zu sein haben Budgetkünstler im Indiebereich einen gewissen Charme inne und so verhält es sich auch mit dem heutigen Künstler Sidney Harwell. Im Jahr 2013 hat der Mann unter dem Namen Wackadoo Songs aufgenommen und diese mit seinen Freunden und Familie geteilt und hat hierbei hinsichtlich der Produktion ein Kompromiss aus D.I.Y und einem Democharakter und mit seinem neuen Album, welches mit akustischer Ästhetik, Lo-Fi Wurzeln und den losen Strukturen aufwartet, verzichtet Harwell bewusst auf ein teures Studio und entschied sich dafür, eine intimere Recordingathmosphäre zu schaffen.

 

 

 

Schon mit dem Opener Three Roads gelingt es Sidney Harwell den Zuhörer zu Fesseln und ihn mit seiner fantastischen Kunst zu konfrontieren. Und auch wenn die Produktion sich somit im Budgetbereich bewegt, zeigt dieser talentierte junge Mann, was er drauf hat. Drums im 3/4 Takt treiben das Arrangement des Songs voran, welcher sich durch wunderschöne Klangkonzepte und musikalische Fähigkeit auszeichnet. Die Bassriffs sind eher von minimalistischer Natur und dienen als betonendes Element für den Gesang und das harmonische Gitarrenspiel von Sidney Harwell, der auf seinem Album Leaving For A While nicht nur musikalisch-, sondern auch inhaltlich auf ganzer Linie überzeugt. Defacto liefert Sidney Harwell mit diesem Werk ein Album, welches den Hörer mit fantastischer Komposition und gesanglicher Fähigkeit-, welche dem lyrischen Inhalt eine tolle und sanfte Stimme gibt – in seinen Bann zieht.

Sidney Harwell schreibt mit Leaving For A While ein Album, welches man sich chronologisch in einem Stück anhören kann und auch sollte. Vor allem bietet er wirklich dem Zuhörer eine gute Stunde Zeit, einmal abzuschalten und mit Hilfe seiner Musik in andere Welten abzutauchen, quasi für einen Moment mal kurz zu verschwinden, wie der Albumtitel schon treffend beschreibt. A While Or Two ist ein Unplugged Song, der von gedrosselten Drums im Viervierteltakt angetrieben wird und hierbei erneut ein Zeugnis für die gesanglichen Fähigkeiten des Sidney Harwell ist, welcher irgendwie an Leute wie James Blunt und andere Erinnert. Mit seiner weichen Stimme, die in manchen Nuancen fast schon in Sopran übergehen, zieht Sidney Harwell sein Publikum in seinen Bann und dies beweist er auf den Songs A While Or Two, oder auch dem 3/4 getakteten Indie Pop Tango Tanz Right Now. Bei Songs wie Poppy Court muss man irgendwie zwangsweise an Coldplay denken. Keine Ahnung wieso, aber dem geneigten Rezensenten kommen hierbei Chris Martin und Co. in den Sinn. Dies gilt auch für das ruhige, fast schon melancholische Colossus, welches wunderschön und aus den Boxen kommt, ebenso wie auch für das restliche Album Leaving For A While mit welchem Sidney Harwell beweist, dass es nicht immer die beste Producing Qualität braucht, um fantastische Songs zu produzieren!

Fazit 10 von 10: Fantastischer Indie Pop mit Singer & Songwriter Ästhetik

Mehr zu Sidney Harwell im Netz:

Sidney Harwell bei Instagram:
https://www.instagram.com/sidharwell/

Sidney Harwell bei Bandcamp:
https://sidharwell.bandcamp.com/album/leaving-for-a-while

Sidney Harwell bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/70DfTI3CRzunEKEJhcRz46

 

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