Wenn man sich das aktuelle Album Cosmospine von Deckard Croix anhört wird man mit einer absoluten akustischen Kunst konfrontiert, die sich zwischen Indie, Psychedelic der Marke Pink Floyd mit Elementen des Lo-Fi bewegt und hierbei nicht nur für ein musikalisches Talent stehen-, welches sich durch ein homogenes und interessantes Songwriting oder Arrangement auszeichnet, sondern das auch durch eine gewisse Vielseitigkeit bewegt. Für Deckard Croix begann seine musikalische Grundsteinlegung im Jahr 2004, als er zusammen mit dem Nightingale Ensemble (die oftmals als Bandersnatch) performen und zu denen neben Deckard die Mitglieder Mitch Leroi, Derek Joseph, Carrie Aldbrige, Ian Cartwright, David Pauls, Julia Long, Marshall Rogers und Last but not Least Klaus Noyes gehörten. Zusammen haben sie über einhundert Eigenkompositionen aufgenommen und veröffentlicht und insgesamt sieben Lo-Fi Alben veröffentlicht. Diese sind gegenwärtig vergriffen und stehen kurz davor neu aufgelegt zu werden. Das ebenfalls als Bandschnatch bekannte Ensemble trennte sich im Jahr 2011.

Auch für die Komposition-, das Mixing und den Sound der Filmmusik für drei Indiefilme verantwortlich, welche alle von Matt Hendricks-, Der auch die beiden Musikvideos Dreaming und Patricia’s Loose verfilmte, inszeniert wurden (Vincent & Vincent (2008), Baby Alligators (2010) und I’m Not Mine (2017) verantwortlich, hat Croix mit der Band Colored Coat für sein 2009er Album Prenatal Noise Cocon, kollaboriert. Zwischen den Jahren 2011 und 2013 hat Deckard Croix Mitglied bei einigen Bandprojekten Mitgewirkt Seren (Einem experimentellen Trip-Hop Projekt), Alabama Limo (Southern Rock) und Barrel House (einer Retro-/ Progressive Rock Formation)

2014 war Croix Mitglied der aus Philly stammenden Rock / Psychedelic Band Disco Machine Gun. Obwohl diese Band sich vorher aufgelöst hat, veröffentlichten sie 2016 das Album Drage The Lake. Zu seinen neueren Projekten zählt die psychdelic / Comic / ambient Band Manos, das Album Splendour + Misery (2020) und das psycedelic Rock Album Cosmopine um welches es heute geht. So eröffnet Romantic mit einem fantastischen Retrovibe und zeichnet sich nicht nur durch einen interessanten Sound aus-, sondern auch durch das Homogene ineinandergreifen verschiedener Elemente. Mit Jazz-lastigen Bassriffs eröffnet der Song, welcher den Rest des Arrangements zum treiben bringt und hierbei mit einigen Effekten aufwertet. Deckard Croix kommt hierbei nicht nur mit einem interessanten Sounddesign-, oder einem fantastischen Composing um die Ecke, welches den Hörer in neue Klangsphären entführt-, sondern auch mit einem sehr guten Songwriting und inhaltlich multidimensional wirkenden. Die effektierung welche Deckard Croix in seine Songs einarbeitet, besticht durch ein fantastisches wirken-, welches sich von den ersten bis zu den letzten Takten durchzieht und unterstreicht den Retrocharakter der einzelnen Kompositionen deutlich-, inklusive der Verwendung eines Tape-Echos Ala Roland Space Echo 201.

Weiter geht es mit Songs wie Nights To Sleep welcher sich zunächst progressiv aufbaut und erneut ein akustisches Zeugnis für musikalische und songwriterische Fähigkeiten sind. Synthesizer zieren die ersten Takte dieses Songs, welcher ebenfalls von den weichen Bassriffs getragen wird, die jedoch voluminös aus den Boxen kommen. Mit einem Lo-Fi Sound, der sich auf die Drums und auf die Leadsynthesizer / oder auch Gitarre (?) legt, hierbei ein interessantes Fundament für die Stimme von Deckard Croix ist. Im leadbereich überzeugt dieser mit einem fantastischen lead, der sich anhört wie eine Mischung aus verzerrter Elektronik und aus dem Gitarrensynthesizer stammendem Leuchtfeuer. So sind es die Kompositionen und die Melodieführungen, welche Deckard Croix auf seinem Opus Cosmospine zum Besten gibt und welche sich durch das dargebotene Material wie ein Leitfaden ziehen. Dance (From The Southern Side Of France) kommt in einem Retro-Elektrosound der einem stark an die 1980er Jahre erinnert, wobei hierbei der psychdelic Faktor deutlicher als zuvor ist, was sich auch durch die Stimme auszeichnet. Ein gewichtiges Klangspektakel erwartet den Zuhörer. Während Fondue Shop wie eine Mischung aus klassischem Rock ‚N‘ Roll und Western-, sowie Psychodelia wirkt. Erneut mit dem gewohnt minimaoistischen Sound-, aber dafür durch ein Potpourri an Klangvielfalt bestechend, macht Deckard Croix auch hier keine Gefangen und überzeugt erneut durch musikalisches Fingerspitzengefühl und einen hochtreibenden Kreativprozess.

So sind auch die übrigen Songs auf Cosmospine zwar durch ihr ineinanderübergehendes Sounddesign in der Rhythmusfraktion durchaus gebunden, unterschieden sich um die drumherumgebaute Klangkulisse deutlich voneinander! Chimera wirkt wie die ultimative Verschmelzung aus Southern Rock mit einem psychedelischen Einschlag und kann hierbei durch aufwändige Kompositionen und ein sattes Arrangement überzeugen. Hierbei zeigt Deckard Croix erneut sein Talent und überzeugt hierbei durch ein Arrangement, welches im Verse durch Eingängigkeit und einen gewissen Minimalismus legt, der hierbei den Gesang perfekt zu seinem Publikum transportiert. Mit fast progressiver Machart und aufwändigen Kompositionen- / Arrangements gelingt Deckard Croix konstant ein Coup, welcher sich auch auf dem Endspurt mit dem Namen Mad Old Priest der zum Grande Finale nochmal alles gibt und den perfekten-, psychedelischen Abschluss bildet.

Fazit 10 von 10: Indie Meets Psychedelic und Songwriting in Perfektion! Liebhaber der handgemachten Musik sind hier goldrichtig!

Deckard Croix im Netz:

Deckard Croix – Die offizielle Webseite:
https://deckardcroix.com

Die Webseite von Taschisme Records:
https://tachismerecords.com

Deckard Croix bei Bandcamp:
https://deckardcroix.bandcamp.com/

 

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