Der in England geborene und aufgewachsene Musiker Marcos The Arrow präsentiert mit seinem neuen Clip The Primal Scream ein interessantes audiovisuelles Konzept, welches einen fast schon psychedelischen Charakter inne hat. Der Künstler mit kubanischen und spanischen Wurzeln veröffentlicht mit seiner neuen Single The Primal Scream ein durch die Bank weg interessantes Konzept, welches sich nicht nur durch musikalischen- sondern auch durch seinen visuellen Aspekt mit hohem kreativen Anspruch auszeichnet. Nach den letzten Singles The Machine und Loneley Days, Strange Days (beide 2021) liefert er nun nach und präsentiert mit The Primal Scream eine Single, die sich stilistisch zwischen Elektro- und Indie Pop mit einer leichten Spur des Retrowave bewegt und dabei ein klein wenig an die Schweizer Gruppe Yellow erinnert. Ob dies vielleicht an dem Backinggesang liegt? Jedenfalls muss man direkt an diese legendäre 80er Jahre Formation denken, was jedoch nichts schlechtes heißen soll, sondern einfach nur eine Art Richtungsanweisung geben, was einem auf The Primal Scream erwartet. Von den beiden Schauspielerinnen Radha Anjali and Valentina Azarshin visuell begleitet und musikalisch gänzlich von Marcos The Arrow komponiert, konzipiert und eingespielt, zeigen sich die  Listen Careful Studios für den Mix & Master des Titels verantwortlich.

Was einem neben der fantastischen, fast schon sureallen visuellen Darstellung des Songs The Primal Scream schwer auffällt, ist die musikalische Herangehensweise von Marcos The Arrow, welcher hier mit groovenden Tom-lustigen Drums und treibenden, fast schon als Tanzbar zu bezeichnenden Bassriffs den Song einleitet. Hierbei wird im mittleren Tempo und im 4/4-Takt gearbeitet, wobei die Grundtonlage stets dunkel gehalten wird. Zunächst wird der Gesang von dem gestandenen Fundament aus den Drums und dem Bass begleitet, welche den Gesang der zwischen Lautstärke und gediegener und eindringlicher Ruhe gehalten ist perfekt transportiert. Gegen Ende des Songs baut sich dann auf The Primal Scream ein fließendes Arrangement aus typischen 80er Synthesizerklängen auf, die einfach nur geil zu dem durchdringenden Arrangement aus Gesang und Soundästhetik passen. Hierbei hat sich jemand um den Sound der Retrogeladenen Nummer offensichtlich Gedanken gemacht und beweist, dass es nicht immer extrem aufwändige Instrumentalisierungen sein müssen, um die Aufmerksamkeit des Zuhörers zu erlangen. Nebst dem genialen Sound, welcher hier an den Tag gelegt wird, bleibt nur noch die Produktion der Nummer zu loben, hier wurde alles richtig gemacht. Wenn man dann noch das Video dazu ansieht – eine bizarre-, aber gute Kunstperformance, dann kann man Marcos The Arrow zu The Primal Scream nur gratulieren, dessen Kunst fast schon in den avant gardistischen Bereich übergeht.

Fazit 8 von 10: The Primal Scream von Marcos The Arrow ist ein Ausdruck musikalischer Kreativität in seinem Gesamtkonzept, Musikliebhaber die es etwas unkonventionell mögen, sollten hier mal reinhören.

 

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