Unter dem Namen Sevaskar veröffentlicht der us-amerikanische Künstler Dale R. Witherington das Album Selfless welches mit einer interessanten Mischung aus Dark Rock, Experimental Dark Wave und einer Prise EBM auskommt. Der Mastermind hinter diesem Produkt, ist ein wahrlicher Kreativling und ist neben seiner musikalischen Kreationen auch für sein Schauspielerisches Talent bekannt, welches er in einigen Kurzfilmen unter Beweis stellen durfte. Der Name seines Musikprojekt ist eine Wortschöpfung aus den Worten Seva was soviel wie selbstloser Akt oder Service bedeutet und scar was darauf hindeutet, das Selbstlosigkeit zu Narben führen kann. DIes ist eine Anspielung an keinen geringeren als Jesus Christus. Auf seinem treffend benannten Album Selfless kombiniert Dale as known as Sevaskar experimentellen Dark Wave mit Future Rock und entführt den Hörer mit in sein von Kreativität geprägtes musikalisches Reich.

Mit In Dreams leitet Sevaskar seine Platte klassisch nach dem Prinzip des Dark Wave ein. Treibende Beats und interessante Klanglandschaften offenbaren sich dem Zuhörer, der hier mit einem düsteren und zugleich liebevollem Sounddesign konfrontiert wird. Getragen von druckvollen und sehr voluminösen Drumbeats im gemäßigten Tempo, wird ein Arrangement aus betontenden Synthesizersphären und der Gitarre des  Sevaskar getragen. Das progressive Arrangement von In Dreams kommt beim ersten Anhören sehr hektisch und unruhig rüber, was jedoch die Diversität nur unterstreicht, die Sevaskar hier unter Beweis stellt. Die Drumbeats hauen hierbei ordentlich drauf und sowohl finstere als harmonische Gitarrenklänge zieren das Arrangement des Titels. Hierbei zeichnet sich Sevaskar als Spitzfindiger Komponist aus, der stark Avant Gardistische Eigenwilligkeit und hoher Experimentierfreudigkeit besteht.

Diese wird auch bei dem nächsten Stück, welches den Titel Divided We Fall. In seiner Grundbasis ist der Titel mit einer düsteren Klangmelange ausgestattet und hierbei sowohl im Leadbereich durch eine interessante Synthesizerklangstruktur, als auch durch die Leadgitarre mit hellen Klangfarben spielt, während der Synthesizer- und Drumbass für eine gewichtige und nötige Tieftönigkeit sorgen, welche das Arrangemnt des Titels in seiner hektischen Art ordentlich unterstützen. Progressiv und fast schon (poisitiv) chaotisch erweißt sich das Arrangement von Divided We Fall, bei welchem sich Sevaskar ordentlich ins Zeug legt. Manchmal aus dem Takt geraten, hat dieser Wirr-Warr durchaus etwas für sich. So ist es genau diese Herangehensweise, welche den Titel Divided We Fall authentisch macht. In Diesem Sinne, weil die musikalische Darbietung genauso klingt, wie der Instrumentale TItel heißt. Außer einigen Voice Samples, verzichtet die Musik von Sevaskar auf sämtliche Stimmen und Gesänge und lässt somit dem Zuhörer einen gewissen Interpretationsspielraum. Dieser ist freilich auch bei dem nächsten Stück Iam The Wall Russ gegeben. Mit Attackeffekten versehene und zornige Gitarrenklänge eröffnen den Song, der stark nach düsterem Industrial der härteren Gangart klingt. Hinzukommen nach der Einleitung mit mächtig Overdrive verzerrte Synthesizerklänge im Lead, die einen höllisch guten Flair versprühen. Düstere Sphären verleihen dem Arrangement eine gewisse Tiefe und versprühen tiefe Gitarren. Acid Synthesizerbässe werden hier mit verzerrten Gitarrenriffs kombiniert und geben somit ein Klangbild frei, welches sich durch seinen eigenwilligen Sound und ein avant gardistisches Arrangement auszeichnet, welches Chaotisch bis surreal aus den Boxen kommt und der Kreativität von Sevaskar überdeutlich Zeugnis tut. HypoCrypt ist dann erneut eine Melange aus düsterem Industrial und hat eine gewisse Nuance des Aggrotech inne. Kompositorisch schöpft Sevaskar auch hier aus dem Vollen und präsentiert aufwendige Leadsynthesizer, die dabei von satten Synthbässen gestützt wird, während die typischen zur sinistren Untermalung gedachten Sphärensynthesizer zum Einsatz kommen. Sevaskar setzt auch diesen Titel in seiner gewohnt düsteren Klangästhetik, die sich auch durch das nächste Stück Confusion zieht, wobei Sevaskar sein gewohnt vielseitiges und wirr-ausgewogenes Arrangement zum Besten gibt. Düster und mit einer ordentlichen Diversität geht es hier zur Sache und eine Mischung aus Electronic Body Music und experimentellem, avantgardistischen Industrial wird dargeboten, der sich durch ein sehr chaotisches Arrangement auszeichnet, bei dem man sich nur denkt: Der Name ist Programm. Denn auch wenn Sevaskar hier erneut das Verständnis für sein Handwerk unter Beweis stellt, so ist das Arrangement des Titels wirklich Verwirrend. Aber dies ist nichts schlechtes, im Gegenteil! Sevaskar liefert hier Musikmaterial, welches durch seine Verschnörkelungen, Richtungs- und Tempiwechsel eine gewisse Fülle innehat und wie eine spannende-, akustische Reise aus der Anlage kommt.

Treibende Bassriffs des Synthesizers und eine TR-808 im zügigen und tanzbaren Jargon sind dann die Grundelemente bei dem nächsten TItel Unstable, welcher so klingt, wie er heißt: Denn mit kompositorischer- und Tempovariablen Klangästhetik, kommt dieser Titel aus den Boxen, bei welchem für eine variable Überraschung nach der anderen gesorgt wird. Voice Samples lockern das Arrangement von Unstable auf und während der erste Teil des Songs, noch mit drumbeats bestückt war, ist dann schlussendlich für längere Zeit keine Rhythmik aus einem Drumcomputer auszumachen. Dafür jedoch leuchtend strahlende Leadsynthesizer klänge und fette Synthesizerbässe, die diese dann mit mehrspuriger Klangästhetik vorantreiben. Sevaskar zeigt hier abermals sein kompositorisches Geschickt und lässt ein akustisches Erlebnis auf seine Hörerschaft los. Tanzbar kommt dann nach dem gesprochenen Intro >>This Is The Future << der nächste Titel Telestal aus den Boxen, welcher hier wuchtig und düster aus den Boxen kommt und dabei einen tanzbaren Charakter besitzt. Hellere Tonlagen lockern das dichte und schwere, für Sevaskar gewohnt düstere Arrangement auf, welches erneut die musikalische DNA aus elektronischem Industrial und hochwertiger Experimental. Auch die Produktion des gesamten Selfless Albums kommt knackig und druckvoll aus den Boxen. Und so ist das Album für jeden Fan der düsteren Industrial Musik zu empfehlen.

Fazit 8 von 10: Hochwertiger instrumentaler dark Industrial der experimentellen Art.

Mehr zu Sevaskar im Netz:

Sevaskar bei Bandcamp:
https://sevaskar.bandcamp.com/

Sevaskar bei Soundcloud:
https://soundcloud.com/user-864218631

Sevaskar bei Youtube anhören:
https://www.youtube.com/channel/UCMORs2QWc7GDOR79e8Ud20g

 

 

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top